„ICH WILL DEN MENSCHEN VERMITTELN,
DASS JEDER EIN PARADIES SCHAFFEN KANN und
UNS DIE NATUR ZEIGT, WIE ES GEHT.“
– SEPP HOLZER
Willkommen auf der offiziellen Website von Sepp Holzer – Bergbauer, Permakultur-Visionär und Buchautor.
Als Bergbauernkind hat Sepp Holzer gelernt, „im Buch der Natur zu lesen und erfolgreich mit der Natur, anstatt gegen sie zu arbeiten“. Durch seinen unvoreingenommenen, offenen Ansatz des Probierens, Scheiterns und wieder Probierens ist er nach und nach auf produktive Muster und Zusammenhänge in der Natur gestoßen. Was er von klein auf in der „Universität der Natur“ gelernt hat, bildet bis heute das Fundament seiner Landbewirtschaftung, die sich durch Vielfältigkeit, Mehrfachnutzung und Kreativität auszeichnet. Er hat sich damit unbewusst in eine land- und forstwirtschaftliche Tradition eingeschrieben, die Erfahrungswissen und wissenschaftliche Expertise zusammenführt: „Permanent Agriculture“ (dauerhafte Landwirtschaft) – kurz: Permakultur.
Nach vielen Jahren des Reisens und der Arbeit als Berater, Planer und Lehrer, lebt Sepp heute mit seiner Frau Vroni im Südburgenland, wo er am Holzerhof mit Mischkulturen, Exoten und Extremstandorten experimentiert und seine ganz eigene Vision eines essbaren Waldes umsetzt.
Aktuelles
Zuletzt erschien Sepp Holzers neues Buch „Agrar-Rebellion Jetzt“, dass er gemeinsam mit seinem Sohn Josef Andreas geschrieben hat.
Darin geben die beiden Permakultur-Experten einen Einblick in ihr Denken und teilen ihren reichen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der „permanent agriculture“, einer Wirtschafts- und Denkweise, die sich an Abläufen und Mustern in der Natur orientiert, um Kulturlandschaften zu entwickeln, die nachhaltig fruchtbar und ertragreich sind.
Den Herausforderungen der Klimakrise begegnen die Autoren mit Kampfgeist, Kreativität und Zuversicht: Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und eine Welt in Partnerschaft mit der Natur ist voller Möglichkeiten.
Sepp Holzer: „Die Land- und Forstwirtschaft von heute ist geprägt von etlichen, hausgemachten Problemen –
Problemen mit dem Wasserhaushalt, der Tiergesundheit, dem Verlust von Boden und Biodiversität.
Statt die Ursachen dafür zu ergründen, begnügen sich die allermeisten damit, die Symptome zu bekämpfen:
Sie bewässern und sie entwässern. Sie düngen und versprühen Gift.
Die Folgen: noch größere Schäden und noch mehr Probleme. Die Landschaft wird kaputtgepflegt. So lange, bis irgendwann gar nichts mehr wächst. Dabei wäre heute so vieles möglich! Weit mehr jedenfalls, als die meisten sich vorstellen können.
Natur nutzen, ohne sie dabei auszunutzen, dass das gelingen kann, davon bin ich überzeugt und davon handelt dieses Buch.Es will vor allem Mut machen und die Potenziale aufzeigen, die sich auftun, wenn wir uns mit der Natur verbünden und bereit sind, von ihr zu lernen.“
„DIE NATUR IST MEINE SCHULE.
WAS ICH DORT GELERNT HABE,
WILL ICH TEILEN.“
– SEPP HOLZER
Biographie
Zahlreiche Publikationen und internationale Projekte haben Sepp Holzer und seinen unorthodoxen Zugang einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Im deutschsprachigen Raum steht sein Name heute fast Synonym für „Permakultur“, doch es dauerte, bis er mit dem Begriff vertraut gemacht wurde. Sein Weg dorthin war ein eigenständiger und begann auf einem Selbstversorger-Hof Mitten in den österreichischen Alpen.
Sepp Holzer: „Dem Krameterhof habe ich so vieles zu verdanken. Er hat mir die Richtung gezeigt.
Hier habe ich gelernt, zu beobachten und aus guten wie aus schlechten Erfahrungen die richtigen Schlüsse zu ziehen“
Sepp Holzer, Jahrgang 1942, ist am Krameterhof geboren und aufgewachsen. Der Hof, der seit 2009 von seinem Sohn Josef geführt wird, liegt am Südhang des Schwarzenbergs im Salzburger Lungau. Heute umfasst er eine Fläche von knapp 45 Hektar, die sich zwischen 1.100 und 1.500 m Seehöhe erstrecken.
Die Winter in dieser recht sonnigen und niederschlagsarmen Region sind lang und streng. Es gibt rund 170 Frosttage, wovon etwa 50 Eistage sind, also Tage, an denen das Thermometer nicht über null Grad Celsius steigt. Der Jahresniederschlag beträgt durchschnittlich knapp 800 mm.
Obwohl die Rahmenbedingungen herausfordernd sind, wird dieser steile und auf den ersten Blick scheinbar unwirtliche Flecken Erde schon seit vielen Generationen von Bergbauern bewirtschaftet – seit 1890 von der Familie Holzer.
Wie die meisten Bergbauernhöfe war auch der Krameterhof eine Subsistenzwirtschaft, also eine Selbstversorgerlandwirtschaft, die zwar kaum Überschüsse, aber alles Notwendige zum Leben produzieren konnte.
Sepp Holzer: „Der Bergbauernhof meiner Kindheit war eine klein-strukturierte Landwirtschaft der Vielfalt. 24 Hektar insgesamt, davon ein Teil Wald. Wir hatten ein paar Rinder – die auch unser Fuhrwerk gezogen haben –, gut 30 Schafe, ein paar Schweine, Hühner und Gänse.
Alles, was wir brauchten, haben wir selbst produziert – sofern das möglich war. Nichts wurde verschwendet, dafür alles genutzt.
Für den strengen Winter mussten wir Reserven anlegen. Wurden dabei Fehler gemacht, hat man das monatelang zu spüren bekommen. Nicht nur Lebensmittel, sondern auch Baumaterialien, Textilien, Seile oder Medizin wurden überwiegend direkt am Hof hergestellt. Der Arbeitstag begann früh am Morgen und endete erst in der Dunkelheit. Alles war sehr knapp und die Arbeit – damals war alles Handarbeit – sehr anstrengend.“
Sepp Holzer war noch keine 20 Jahre alt, als er 1962 den verschuldeten, elterlichen Hof übernahm. Wie viele Bauern und Bäuerinnen seiner Generation musste er sich bald entscheiden: Nebenerwerb, Spezialisierung in Richtung Milchwirtschaft – so wie die allermeisten das damals taten – oder neue Wege gehen. Sepp Holzer entschied sich für die Vielfalt und experimentierte mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Methoden und Sparten.
Am Krameterhof gab es bald eine Pilz-, Fisch- und Schneckenzucht, verschiedene Wildgehege, Obstkulturen, eine Imkerei und vieles mehr. Schritt für Schritt und gemeinsam mit seiner Frau Veronika diversifizierte Sepp Holzer den Krameterhof – mit großem Erfolg und gegen einige Widerstände.
Viele seiner Ideen und Versuche standen im Widerspruch zu behördlichen Auflagen, was zu etlichen, teils langjährigen und existenzbedrohenden Gerichtsprozessen führte, die er später in seinem Bestseller-Buch „Der Agrar-Rebell“ (2002) publik machte.
Sepp Holzer: „Immer schon wollte ich ein Bauer sein. Solange ich zurückdenken kann, haben mich Pflanzen und Tiere begeistert. Von klein auf hat mich mein Interesse an diesem schönen Beruf zu immer neuen Wegen und Ideen geführt. Als Bub habe ich mir in meinen kleinen Pflanzgärten auf spielerische Weise kleine Erfolge und Bestätigungen erarbeitet. Die haben mich ungemein motiviert und mich darin bestärkt, meinem Instinkt zu folgen und meinen eigenen Weg zu gehen. Dafür bin ich erst belächelt, dann – mit zunehmendem Erfolg – angefeindet und schließlich massiv bekämpft worden. In der Bürokratie wie in der Bauernschaft hat es damals schon gereicht, andere Dinge zu tun, um den Rest gegen sich aufzubringen. „Der spinnt doch komplett! Der wird bald ruiniert sein!“, haben sie gewettert. Zum Glück hat mich nie gekümmert, was die Leute sagen – ihre Bestätigung war für mich nicht wichtig. Im Gegenteil: Oft haben mich Widerstände sogar noch mehr angespornt.“
Sepp und Vroni Holzers Einfallsreichtum, Fleiß und Durchhaltevermögen wurden letztlich belohnt. Der Krameterhof lockte immer mehr naturinteressierte Menschen an, die sehen wollten, wie er funktioniert.
1995 kamen schließlich Professoren und Studierende der Universität für Bodenkultur in Wien auf den Schwarzenberg. Dr. Bernd Lötsch und sein Gefolge hatten von der Holzer‘schen „Wildniskultur“ gehört – so nannte Sepp Holzer damals sein System. Er zeigte dem Besuch aus Wien seine diversen „Spezialkulturen“ und erklärte ihm die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Sparten und Flächennutzungen.
Begeistert von der Kreativität dieses eigensinnigen Bergbauern bescheinigten sie ihm schließlich, dass der Krameterhof geradezu beispielhaft die Kriterien einer Permakultur, einer „permanent agriculture“ erfülle.
Dr. Bernd Lötsch: „Eigentlich ist Permakultur der gelenkte Zufall scharfsichtiger Naturbeobachter. „Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist“, hat der große Louis Pasteur (1822-1895) gesagt. Und das passt auch genau auf Holzer senior, der aus Beobachtungen oft seine ganz ungewöhnlichen Schlüsse zog. Der Entdecker des Vitamin C, der Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi (1893-1986) sagte: „Forschen heißt zu sehen, was andere auch gesehen, jedoch dabei zu denken, was noch kein anderer gedacht.“ Es ist, als hätten Pasteur und Szent-Györgyi Holzer gekannt. Und müsste ich noch etwas zur Erklärung seines Erfolges hinzufügen, würde ich sagen: Erfolg ist, von den Zinsen der Natur zu leben, statt von ihrem Kapital.“
Sepp Holzer: „Nie hätte ich mir gedacht, dass meine Arbeit auf so großes akademisches Interesse stoßen würde. Niemals. In der Folge sind dann laufend Studentengruppen von Universitäten aus Österreich und Deutschland zu uns auf den Hof gekommen. Umgekehrt habe auch ich an diversen Universitäten Vorträge über meine Form der Landwirtschaft gehalten – sogar in Russland, Kolumbien, den U.S.A. oder Ecuador. Aus allen Ecken der Welt habe ich Zuschriften und Anfragen bekommen – stapelweise Post!
Die Wertschätzung, die ich im In- und Ausland für meine Arbeit als Berater und meine Bücher erfahren habe, war für mich eine Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg – der Weg der Permakultur, wie ich mittlerweile erfahren hatte – für mich der richtige war und immer noch ist.“
Heute lebt Sepp Holzer mit seiner Frau Vroni im Südburgenland, wo er am Holzerhof seine Experimente fortführt. Den Krameterhof – ein weit über die Grenzen Österreichs bekanntes Permakultur-Vorzeigeprojekt – hat er 2009 an Sohn Josef Andreas übergeben. Am Hof finden unter dem Motto Verstehen durch Erleben regelmäßig Führungen und mehrtägige Seminare statt.
„AM KRAMETERHOF WIRD SICHTBAR,
WAS ALLES MÖGLICH IST,
WENN MAN SICH DIE KOMPLEXITÄT
UND PRODUKTIVITÄT DER NATUR
ZUNUTZE MACHT.“
– SEPP HOLZER
Arbeiten
Sepp Holzers Expertise machte ihn bald zum gesuchten Ratgeber – insbesondere zu Fragen des Wasserhaushalts, der Rekultivierung und Renaturierung.
Viele Jahre war er als Berater, Ideengeber und Lehrer weltweit tätig und hat sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen, (Indigenen)NGOs und Kommunen gearbeitet.
Sepp Holzer: „Ich habe auf der ganzen Welt Projekte betreut – von Sibirien bis Kalifornien, von Südamerika bis Thailand. Naturgemäß sind die Bedingungen überall andere: Niederschlag, Klima, Boden, Wind, Vegetation und Naturgefahren sind genauso verschieden wie die Menschen, mit denen man zu tun hat. Aber die Regeln der Natur, des Wassers, ja, des Lebens gelten überall und wer sie befolgt, kann selbst unter schwierigen Bedingungen erfolgreich wirtschaften. Davon bin ich überzeugt und das konnte ich auch vielfach unter Beweis stellen.“
Reinhold Messner: „Statt Monokulturen und industrieller Landwirtschaft braucht es neue Visionen. Sepp Holzer hat mit seinem ganz konkreten Einsatz gezeigt, dass es auch anders geht. Seine Permakultur ist nachhaltig, erfolgreich und dem Landschaftsschutz verpflichtet.“
Sepp Holzer: „Es hat mich gefreut, Kristina und Douglas Tompkins zu beraten. Das erfolgreiche Unternehmerpaar hat in Patagonien mit dem Parque Pumalín den größten privaten Naturpark der Welt geschaffen.
Sepp Holzer: „Die Arbeit, die Almaz Böhm mit Ihrer Organisation Menschen für Menschen in Äthiopien leistet, ist von unschätzbarem Wert. Dass sie die weite Reise auf sich genommen hat, um sich am Krameterhof zu informieren, war mir eine besondere Freude.“
Gernot Langes-Swarovski: „In Harmonie mit der Natur versteht es Sepp Holzer, immer aufs neue möglich zu machen, was vorher als unmöglich galt. Sein Wirken um den Erhalt unserer Umwelt kann in einer Zeit, in der Natur weltweit immer mehr in Bedrängnis gerät, nicht hoch genug geschätzt werden.“
Sepp Holzer: „Für Nora von Liechtenstein durfte ich in Spanien rund 30 ha Wasserfläche schaffen und somit zeigen, wie man eine ausgetrocknete Landschaft wieder zum Leben erweckt: Ein feuchter Erdkörper ist die Voraussetzung für Fruchtbarkeit“
Klaus Heidegger: „Lieber Sepp, danke dafür, dass du mich vor Jahren überzeugt hast, dass man trockene Böden einfach nur richtig behandeln muss. MIt deiner Permakultur-Methode hast du aus meinem Grundstück in Malibu ein grünes Juwel gemacht.
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PUBLIKATIONEN

AGRAR-REBELLION JETZT
Sepp Holzer / Josef A. Holzer
ISBN 978-3-7020-2076-7
Natur lesen – Permakultur begreifen – Zukunft gestalten
192 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 16,5 x 22 cm, Hardcover

WÜSTE ODER PARADIES
Sepp Holzer
ISBN 978-3-7020-1324-0
Von der Renaturierung bedrohter Landschaften
4. Auflage, 208 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Hardcover

WO EIN WILLE, DA EIN WEG
Sepp Holzer
Taschenbuch, 352 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442169801

KRÄUTERSPIRALEN, TERRASSENGÄRTEN & CO.
Claudia Holzer / Josef Andreas Holzer /
Jens Kalkhof
ISBN 978-3-7020-1260-1
Planen, Bauen, Bepflanzen
3. Auflage, 224 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, Hardcover

SEPP HOLZERS PERMAKULTUR
Sepp Holzer
ISBN 978-3-7020-1037-9
Praktische Anwendung in Garten, Obst- und Landwirtschaft
9. Auflage, 304 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Hardcover

DER AGRAR-REBELL
Sepp Holzer
ISBN 978-3-7020-0970-0
8. Auflage, 240 Seiten, 30 Bildseiten, 26 Farb-, 4 S/W-Abb., 8 Grafiken, 11 Seiten Faksimiles, Hardcover
„hab Keine Angst.
Die natur zeigt dir immer einen weg.“
– Sepp Holzer


























































